Cannabis selber anbauen – Indoor oder Outdoor?
Indoor oder Outdoor anbauen?
Indoor oder Outdoor anbauen? (Bildnachweis: istockphoto, OpenRangeStock)

Viele Konsumenten sind es leid sich in die Strassenkriminalität zu begeben und zudem nicht zu wissen, welche Qualität, welche Sorte und welchen Reinheitsgrad das Gras haben wird. Und der Dealer wird erzählt natürlich immer, dass sein Gras das beste sei. Des Geldes wegen. Das hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass viele Cannabis-Liebhaber dazu über gegangen sind, einfach selber anzubauen. Auch das Internet und die Verfügbarkeit von Samen und entsprechendem Grow-Zubehör, sowie die riesige Flut an nützlichen kostenlosen Informationen und Ratgeber zum Grasanbau haben sicher dazu beigetragen.

Gleiches gilt auch für den Erwerb (und Konsum) von entsprechenden Cannabis-Produkten. Trotzdem gibt es eine größer werdende Bewegung von Growern, die für den Eigenbedarf das Gras selber anbauen. Interessantes fördert dabei die Suchmaschine Google zu Tage: das größte Interesse an “Cannabis selber anbauen” scheint in Rheinland-Pfalz zu bestehen.

Trends zur Suchanfrage Cannabis selber anbauen
Trends zur Suchanfrage Cannabis selber anbauen. Quelle: trends.google.com

Cannabis selber anbauen – Indoor oder Outdoor?

Wenn es darum geht selber Cannabis anzubauen, müssen sich die Grower entscheiden, ob sie das in den eigenen 4 Wänden tun möchten, oder lieber draußen im Freiland. Beide Anbauorte haben ihre Vor- und Nachteile.

Vorteile und Nachteile von Indoor Anbau

Die Indoor Zucht von Cannabis hat den großen Vorteil, dass der Grower nicht vom Wetter abhängig ist. Hanf braucht viel Sonne und nicht jeder Sommer verläuft gleich. Zu viel Regen, gerade zum Ende der Blütezeit und kurz vor der Ernte, könnte die Planzen/Blüten schimmeln und das Gras damit unbrauchbar werden lassen. Das Problem hat man beim Indoor-Anbau natürlich nicht. Apropos Sonne: die Zahl der Sonnenstunden kann Einfluss auf das Geschlecht der Hanfpflanze haben: ein mieser Sommer mit viel Wolken und Regen kann mehr männliche und damit uninteressante Pflanzen hervorbringen. Noch ein Punkt: Im eigenen Zuhause laufen in der Regel auch keine Rehe herum, die das Gras gerne fressen und Schnecken, die die Jungpflanzen gerne aufessen gibt es meistens auch nicht. Und Spaziergänger und Förster, die einem die Ernte vermiesen/klauen/melden können, hat der Homegrower auch eher weniger. Viele Pluspunkte also für den Indoor Anbau!
Indoor Anbau von Cannabis hat aber auch eine Menge Nachteile: Um in den eigenen vier Wänden anzubauen benötigt man das entsprechende Equipment: Töpfe, Boden, Dünger, Lampe, Bewässerung, Ventilator, Growzelt u.v.m.. Das ist zu Beginn ein recht hoher finanzieller Aufwand, den man nicht unterschätzen sollte. Weiter: In der Regel möchte der Homegrower natürlich auch gerne unerkannt bleiben! Die Hanf Aufzucht und vor allem die letzten Wochen in der Blütephase haben eine sehr extreme und einzigartige Geruchsentwicklung zur Folge, die schon beim einfachen Öffnen der Haustür den ganzen Hausflur fluten wird, sofern man nicht für entsprechende Abluftmöglichkeiten nach draußen sorgt. Und selbst dort riecht man es meterweit. Noch ein Punkt: Homegrowing entwickelt viel Wärme durch entsprechende Lampen und elektronisches Zubehör. Und Homegrowing verbraucht viel Strom. Es gibt Geschichten über Homegrower, die anscheinend auf Grund der hohen Stromrechnung “aufgeflogen” sind.

Vorteile und Nachteile von Outdoor Anbau

Der Cannabis Anbau in der freien Natur hat viele Vorteile: statt wie bei der Indoor Zucht Natur zu “simulieren” wächst die Hanfpflanze quasi in ihrem natürlichen Habitat auf. Es gibt viele Kenner und Liebhaber, die einen Outdoor-Strain bevorzugen. Ein weiterer Vorteil: Outdoor-Growing ist quasi komplett gratis und verbraucht keine Ressourcen in Form von Energie bzw. Strom und ist damit nachhaltiger. Chance auf GRÖßE: klingt lustig, ist aber so! Es gibt einige Arten und Sorten, die bis zu 3m hoch werden, und damit auch entsprechend größere Erträge bringen können. Solche Giganten kann man unmöglich im eigenen Wohnzimmer aufziehen. Und: neben dem Outcome in Form von Ernte/Blüten sehen Outdoor-Grower auch Vorteile in der körperlichen Aktivität, denn die Pflanzen stehen ja in der Regel eher etwas abseits an geheimen Plätzen. Der Outdoor-Hanfbauer liebt die Natur und die regelmäßigen Spaziergänge zu den Pflanzen, die immer auch etwas Spannendes haben.
Neben den genannten Vorteilen gibt es leider auch viele Nachteile beim Anbau in der freien Natur: es gibt unzählige “Gefahren” für die Pflanzen, die täglich lauern und ganze Ernten zunichte machen könnten. Neben Tieren und Insekten, die sehr gerne an den Gewächsen naschen und knabbern, können Wind und Wetter ebenfalls großen Schaden anrichten. Leider sind das alles Faktoren, die man quasi nicht selber im Griff hat, oder beeinflussen kann. Erfahrene Outdoor-Grower rechnen immer mit gewissen Verlusten. Nur eine einzige Pflanze reicht daher meist nicht, auch werden für die Outdoor-Zucht meist verschiedene Plätze gewählt, um das Risiko eines Totalverlustes zu streuen. Der Erntezeitpunkt spielt ebenfalls eine wichtige Rolle und kann zum Nachteil werden: wer etwas zu spät kommt findet vielleicht bereits verschimmelte Blüten vor, oder das Maisfeld, was als Standort gewählt wurde, ist bereits vom Bauern gemäht worden.

Linktipps für Grow-Anfänger

Wer sich jetzt bereits entschieden hat, auch selber anzubauen, der kann sich in den sehr guten und detaillierten Ratgebern von irierebel.com hier schlau lesen:

zum Indoor Cannabis Anbau – Ratgeber
zum Outdoor Cannabis Anbau – Ratgeber
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